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Historische Isar FlossfahrtIsar Floßfahrten werden erstmals in den geschichtlichen Aufzeichnungen über das Bayern des 12. Jahrhunderts, zu spätsalisch-frühstaufischer Zeit erwähnt. In der Epoche ersten wirtschaftlichen Wachstums spielte die Isar als Hauptverkehrsweg des Handels vor allem durch die Gründungen der Städte München - anno 1158 - und Landshut - anno 1204 - eine zentrale Rolle. Während der Zweck der Floßfahrt ursprünglich eigentlich nur im Transport von Bauholz für das schnell wachsende München bestand, wurden die Flöße auch zunehmend als Transportmittel für den Warenverkehr entdeckt. Entlang der Isar entstand daraufhin über die Jahrhunderte durch die Floßtransporte ein reger Handel unter den am Fluß liegenden Siedlungen und Landwirtschaften. Das Isartal blühte auf. Bereits im 15. Jahrhundert organisierte sich das Gewerbe der Frachtzustellungen auf der Isar als zunftartige Gemeinschaften, bis schließlich die Flößerzunft gegründet wurde, der ein Floßmeister vorstand. Anders als die Iller oder der Inn entwickelte sich die Isar zum wichtigsten, bayerischen Wasserverkehrsweg, auf dem die Flöße sogar bis Wien und Budapest weiterfuhren. Denn der Landweg dorthin war damals beschwerlich und teuer. So entstand mit der Zeit auch Passagierverkehr auf der Isar und die ganze Donau entlang. Durch die Industrialisierung erlebte die Isar Floßfahrt anno 1840 - 1880 ihre kommerzielle Blütezeit. In München registrierte man in manchen Jahren mehr als 8000 Flöße. Doch die Eisenbahn und Dampfschiffahrt brachte die Wende für den Waren- und - Passagiertransport über die Isar. Viele Flößer wurden arbeitslos. Seit dem finden eigentlich nur noch Vergnügungsfahrten auf der Isar statt. Um die Stadt München mit Elektrizität versorgen zu können, wurde zu Beginn des Dritten Reiches der Isarkanal gebaut. Dennoch, die Isar Floßfahrt passte sehr gut in das national-sozialistische Konzept und man entdeckte sie wieder als ein beliebtes, traditionelles Freizeitvergnügen für Bayern. Das Isartal begann sich touristisch zu entwickeln. Mit Ausbruch des zweiten Weltkrieges fand die Floßfahrt bis auf weiteres ein jähes Ende und so errichtete man das Flößerdenkmal in Hinterbrühl, das man heute kurz vor der Ankunft in Thalkirchen sieht. Die Rechte zum Befahren der Isar und des Kanals besitzen heute nur noch drei verbliebene Flößerfamilien. Während die Isarfloßfahrten früher noch ab Lenggries möglich waren, beginnen sie seit dem Bau der Wasserkraftwerke am Sylvensteinspeicher und Walchensee in Wolfratshausen und enden an der großen Floßlände in Thalkirchen. Die Flößerzunft hat aber dennoch auch heute Bestand und ohne die Flößer geht “nix”. Der Floßmeister hat nach wie vor das Sagen und bildet auch heute noch seine Floßführer aus, wie in der guten alten Zeit. |